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Canva oder InDesign? Der Nachbericht

3 Min.

Braucht es heute überhaupt noch Adobe InDesign oder reicht Canva für professionelle Designprojekte aus? Genau dieser Frage widmete sich unser Workshop „Adobe trifft Canva – Welche Lizenz brauche ich noch?“. Die Antwort fiel – wenig überraschend – differenzierter aus als viele erwartet hatten.

Was als klassischer Fachvortrag geplant war, entwickelte sich schnell zu einem offenen Erfahrungsaustausch zwischen professionellen Designern, Marketingverantwortlichen, Canva-Anwendern und Experten für Barrierefreiheit. Genau dieser Mix machte den Nachmittag besonders spannend: Unterschiedliche Perspektiven trafen aufeinander, Erfahrungen wurden geteilt und viele bestehende Annahmen hinterfragt.

Affinity sorgt für die größte Überraschung

Eines der Highlights des Workshops war die Integration von Affinity in Canva. Vielen Teilnehmern war nicht bewusst, dass Canva die komplette Affinity-Suite übernommen hat und diese inzwischen ohne zusätzliche Kosten innerhalb eines Canva-Abonnements genutzt werden kann.

Damit steht Anwendern plötzlich ein professionelles Werkzeug für Vektorgrafiken, Bildbearbeitung und Layout zur Verfügung, das die bisherigen Grenzen von Canva deutlich erweitert. Für viele Teilnehmer war dies die überraschendste Erkenntnis des gesamten Workshops.

Canva überzeugt bei Zusammenarbeit und Geschwindigkeit

Besonders intensiv wurde über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert.

Anhand realer Kundenprojekte wurde gezeigt, wie mehrere Personen gleichzeitig an einem Dokument arbeiten können – Designer, Texter, Fotografen, Marketingverantwortliche und sogar Kunden. Gerade bei Gemeindebriefen, Geschäftsberichten oder Newslettern entstehen dadurch enorme Zeitvorteile.

Die Praxisbeispiele zeigten deutlich:

  • mehrere Beteiligte arbeiten gleichzeitig am selben Dokument
  • deutlich kürzere Abstimmungsprozesse
  • weniger Korrekturschleifen
  • höhere Identifikation aller Projektbeteiligten
  • termingerechte Druckabgaben

Gleichzeitig wurde klar: Kollaboration funktioniert nur mit klar definierten Rollen und einer abschließenden Qualitätskontrolle.

Ihr wollt noch tiefer einsteigen? Dann merkt euch schon jetzt den 8. September 2026 vor.

„Adobe trifft Canva – Teil 2“ zeigen wir, wie beide Programme im Unternehmensalltag optimal zusammenspielen – von professionellen Workflows über KI-Unterstützung bis hin zu Corporate Design und effizienter Teamarbeit. Hier gehts zur Anmeldung: Adobe trifft Canva – Teil 2

Typografie bleibt die Paradedisziplin von Adobe InDesign

Während Canva bei Geschwindigkeit punktet, bleibt Adobe InDesign weiterhin der Maßstab für anspruchsvolle Typografie. Professionelle Satzarbeiten mit exakten Abständen, sauberem Blocksatz, automatischer Silbentrennung oder komplexen typografischen Regeln lassen sich nach wie vor nur mit InDesign zuverlässig umsetzen.

Die Teilnehmer waren sich deshalb schnell einig: Wer regelmäßig Magazine, Bücher oder hochwertige Druckprodukte gestaltet, wird auf InDesign weiterhin nicht verzichten können. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war der Vergleich klassischer Layoutfunktionen.

Diskutiert wurden unter anderem:

  • Musterseiten
  • automatische Seitenzahlen
  • Textverkettungen
  • Doppelseiten
  • Inhaltsverzeichnisse
  • automatisierte Layout-Prozesse

Zwar existieren mittlerweile zahlreiche Workarounds innerhalb von Canva, beispielsweise über Vorlagen, Brand Kits oder KI-gestützte PDF-Importe, dennoch erreicht Canva hier noch nicht den Funktionsumfang von Adobe InDesign.

Druckqualität überzeugt auch in Canva

Ein häufig diskutiertes Vorurteil konnte ebenfalls entkräftet werden:  Canva erzeugt inzwischen druckfähige PDFs inklusive Schnittzugaben und CMYK-Ausgabe. Zwar stehen nicht sämtliche Farbprofile zur Verfügung, die Praxiserfahrungen der vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass sich mit Canva sehr gute Druckergebnisse erzielen lassen – insbesondere im Digitaldruck.

Die Empfehlung der Runde lautete dennoch eindeutig: Vor anspruchsvollen Druckproduktionen sollte die Farbverwaltung immer gemeinsam mit der jeweiligen Druckerei abgestimmt werden.

Ein Thema entwickelte sich während der Diskussion fast von selbst zum Schwerpunkt einer möglichen Folgeveranstaltung: Barrierefreiheit. Mehrere Experten aus diesem Bereich diskutierten die Möglichkeiten und Grenzen beider Programme.

Während Canva bereits erste Funktionen wie Alternativtexte oder dekorative Kennzeichnungen bietet, besteht sowohl bei Canva als auch bei Adobe noch erheblicher Optimierungsbedarf, wenn vollständig barrierefreie PDF- oder HTML-Dokumente erstellt werden sollen. Gerade hier wünschen sich viele Teilnehmer eine vertiefende Veranstaltung mit konkreten Praxisbeispielen.

Canva oder Adobe? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an.

Der wohl wichtigste Erkenntnisgewinn des Nachmittags war, dass es keinen eindeutigen Gewinner gibt.

Canva überzeugt überall dort, wo Geschwindigkeit, Zusammenarbeit, einfache Bedienung und wirtschaftliche Prozesse gefragt sind. Adobe InDesign bleibt hingegen die erste Wahl, wenn höchste Ansprüche an Typografie, komplexe Layouts oder automatisierte Druckproduktionen gestellt werden. Beide Werkzeuge ergänzen sich heute deutlich stärker, als viele zunächst vermuten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die spannenden Diskussionen, die zahlreichen Praxisbeispiele und den offenen Erfahrungsaustausch.

Die große Resonanz zeigt uns, dass dieses Thema viele Unternehmen aktuell beschäftigt. Deshalb wird die Reihe fortgesetzt. Besonders häufig gewünscht wurden vertiefende Workshops zu den Themen Barrierefreiheit, Affinity sowie KI-gestützte Design-Workflows.

Wir freuen uns bereits auf die nächste Veranstaltung und den weiteren Austausch mit euch.

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Unsere Ansprechpartner hilft gerne weiter:

Matthias Brinkmann
+49 911 47494949
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NeoBird über die Neuausrichtung und den Start ihrer eigenen Vertriebskampagne

4 Min.

Mit einer klaren strategischen Neuausrichtung startet NeoBird in die nächste Phase: Im Interview sprechen wir mit Christian Dickert über den Anlass und die Ziele der neuen Vertriebskampagne, den Weg zu einer einheitlichen Markenidentität und darüber, warum heute jede Interaktion Teil des Vertriebs ist.

2be:
Was war der Anlass, eine eigene Vertriebskampagne für NeoBird Digital zu starten – und welche Ziele standen dabei im Vordergrund?

Christian Dickert:
Der Impuls kam aus einer Phase des Umbruchs. Nach dem Tod des bisherigen Geschäftsführers und dem Übergang in die Familienführung war NeoBird in gewisser Weise „eingefroren“ – das Geschäftsmodell lief stabil, aber ohne klare Wachstumsrichtung. Uns wurde bewusst, dass wir neue Impulse brauchen, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.
Ein wichtiger Punkt war auch die Erkenntnis, dass unser Bereich Gamification nach außen schwer greifbar ist. Oft erscheinen Projekte zu abstrakt, und Budgets werden meist in einmaligen Aktionen gebunden. Deshalb haben wir beschlossen, NeoBird künftig klarer zu strukturieren: in NeoBird Games und NeoBird Digital. Während Games auf Plattformen wie Steam als kreative Referenzmarke fungiert, richtet sich NeoBird Digital auf maßgeschneiderte digitale Dienstleistungen und hochwertige Softwareentwicklung aus.

2be:
Im Workshop zum Markenkern habt ihr intensiv an eurer Positionierung gearbeitet. Was macht NeoBird als Marke heute aus?

Christian Dickert:
NeoBird steht heute für Klarheit, Qualität und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Unser Ziel war es, aus der Vielfalt unserer Projekte ein stringentes Markenbild zu schaffen. Dazu gehört ein konsistentes Design, das auf einer zentralen Webplattform gesteuert wird – inklusive Logo, Farb- und Schriftkonzept. So können wir sicherstellen, dass alle Materialien – von Social Media über Präsentationen bis hin zu Visitenkarten – dieselbe Sprache sprechen. Wir wollen, dass unsere Marke auf den ersten Blick Wiedererkennung schafft und gleichzeitig Vertrauen vermittelt.

2be:
Wie hat sich euer Verständnis von Marke und Vertrieb durch diesen Prozess verändert?

Christian Dickert:
Wir haben gelernt, dass Marke und Vertrieb untrennbar miteinander verbunden sind. Früher dachten wir stärker in Projekten – heute sehen wir jede Interaktion, ob intern oder mit Kunden, als Teil des Vertriebs. Jeder Kontakt ist eine Chance, die Marke erlebbar zu machen. Dieses Bewusstsein hat die Zusammenarbeit im Team stark verändert: Disziplinübergreifend, offener und mit einem klaren Blick auf den Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden.

2be:
Ihr habt neue Materialien und Vorlagen entwickelt – von PowerPoint bis Logo. Welche Rolle spielt dabei ein konsistentes Design?

Christian Dickert:
Eine sehr zentrale. Das einheitliche Design ist nicht nur eine ästhetische Entscheidung, sondern ein strategisches Werkzeug. Es sorgt dafür, dass alle Kommunikationsmittel aufeinander abgestimmt sind und die gleiche Geschichte erzählen. Das schafft Vertrauen und Professionalität – intern wie extern. Wir haben dafür ein zentrales System geschaffen, das sämtliche Designelemente bündelt und jederzeit abrufbar macht.

2be:
Wie nutzt ihr digitale Kanäle wie LinkedIn oder eure Website, um die Kampagne sichtbar zu machen?

Christian Dickert:
LinkedIn ist aktuell unser wichtigster Kanal. Dort bauen wir gezielte Kampagnen auf, die mit klaren Call-to-Actions arbeiten, um Interessenten in Leads zu verwandeln. Auch unsere neue Website spielt eine Schlüsselrolle: Sie dient als zentraler Hub, auf dem alle Inhalte zusammenlaufen. Regional konzentrieren wir uns auf den DACH-Raum, um kulturelle und sprachliche Nähe zu unseren Zielgruppen zu gewährleisten.

2be:
Was war euer größtes Learning oder Aha-Erlebnis während der Zusammenarbeit?

Christian Dickert:
Unser größtes Learning war, dass Vertrieb nicht die Aufgabe Einzelner ist. Wenn alle im Team verstehen, dass sie Teil des Vertriebsprozesses sind, verändert sich die ganze Haltung. Außerdem haben wir erlebt, wie wertvoll es ist, sich Zeit für die eigene Marke zu nehmen – nicht nur zwischen Projekten, sondern als festen Bestandteil der Unternehmensentwicklung.

2be:
Und zum Abschluss: Wie geht es jetzt weiter – welche nächsten Schritte plant ihr, um die Kampagne auszubauen oder zu vertiefen?

Christian Dickert:
Konkret arbeiten wir aktuell an der Fertigstellung unserer neuen Webpräsenz. Parallel dazu planen wir regelmäßige Social-Media-Aktivitäten, um kontinuierlich Sichtbarkeit zu schaffen. Außerdem wollen wir unsere Vernetzung in regionalen Netzwerken intensivieren und bei relevanten Veranstaltungen präsent sein. Ziel ist es, NeoBird Digital langfristig als feste Größe im digitalen Dienstleistungsmarkt zu etablieren.

Fazit:

Mit der klaren Aufteilung in NeoBird Games und NeoBird Digital, einem konsistenten Markenauftritt und einer neu gedachten Vertriebsstrategie positioniert sich das Unternehmen neu – selbstbewusst, fokussiert und zukunftsorientiert.

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Corporate Design Manual: Regelmäßige Updates erwünscht!

2 Min.

Eine Marke braucht Führung. Nicht nur im klassischen Sinne aus der Sicht des Vertriebs, der Forschung oder der Unternehmenskultur. Es braucht auch eine starke Hand für die optische und inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kommunikation des Unternehmens als Ganzes. Hier stehen die Leitplanken Einheitlichkeit, Werteverständnis und Markenbotschaft an erster Stelle. Denn damit werden den oft eigeninterpretativen Ansätzen mal mehr, mal weniger motivierter Mitarbeiter klare Regeln vorgegeben. Welches Medium eignet sich dabei besser, als der Corporate Identity Guide mit seinen Schwerpunkten Corporate Design, Corporate Behaviour und Corporate Communication.

2be bringt die Erfahrung und liefert Ergebnisse

Durch unsere langjährige Tätigkeit im Bereich der Unternehmenskommunikation können wir Firmen jeder Klasse und Branche ( Elma, EDAG, OECHSLER, CERTA Systems, HumanOptics oder Holding AG – um nur ein paar zu nennen) bedienen. Ob ein „leichtes“ 8-seitiges Dokument, oder ein 100-seitiges Manifest – wir kennen beides: die Vorzüge und die Anwendungsbereiche. Und was noch viel wichtiger ist: wir wissen, wo wir den Kunden bei Erstellung solcher Projekte sehr viel Arbeit abnehmen können.

Unternehmen oder Institutionen, die ihre Corporate Design (Corporate Communication) Manuals“ nicht als „lebendige Organismen“ behandeln, werden heute mit nur wenig Zeitverzögerung in ihrer individuellen Markenentwicklung stehen bleiben.

Der Grund ist simpel

Neuentwicklungen im Bereich der Marketingstools, aber auch aktuelle Content-Trends bleiben auf diese Weise unberücksichtigt, die damit einhergehenden Fragen unbeantwortet. In schlimmeren Fällen wird es eben auch passieren, dass neu in den Marketingkanon aufgenommene Anwendungen intern gar nicht angenommen werden, weil es eben keine entsprechende Lösung dafür gibt.

Um das Markensetting so zu gestalten, dass es auch zu dieser fortlaufenden Weiterentwicklung passt, sollte das ausschlaggebende CD-Manual mit seinen verbindlichen Richtlinien immer in digitaler Form vorliegen; auf diese Weise kann es beständig fortgeschrieben oder bei Bedarf auch modifiziert werden. Für die zu verwendenden Vorlagen und Inhalte bildet die interne Cloud eine optimale „Datenbank“. So können die notwendigen Dateien per Link heruntergeladen und müssen nicht zeitaufwändig verschickt werden.

Auszug aus dem Corporate Design von Elma

Auszug aus dem Corporate Design von Elma

Um hier laufende Update aufnehmen und einspielen zu können: Dafür bieten Markenworkshops im ganz- oder halbjährigen Turnus eine ideale Grundlage. Zu diesen Anlässen ist es wichtig, dass dort alle wichtigen Beteiligten zusammenkommen, sodass alle wesentlichen Neuinformationen bewertet und entsprechende Entscheidungen getroffen werden können!

Einige unserer Referenzen zu diesem Thema:
Elma
WBG Nürnberg
Oechsler AG
CERTA Systems
HumanOptics Holding AG

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