Konzerne planen KI. Familienunternehmen machen einfach.

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Wenn über Künstliche Intelligenz gesprochen wird, entsteht schnell ein bestimmtes Bild: Die großen Konzerne mit riesigen IT-Abteilungen, hohen Innovationsbudgets und eigenen KI-Teams geben das Tempo vor. Unsere Erfahrung bei 2be zeigt allerdings häufig etwas anderes: Gerade Familienunternehmen und der Mittelstand haben bei KI einen entscheidenden Vorteil: kurze Wege.

Wo in großen Organisationen zunächst Fachabteilungen, IT, Datenschutz, Einkauf und verschiedene Entscheidungsebenen eingebunden werden müssen, sitzen im Familienunternehmen die entscheidenden Personen häufig direkt an einem Tisch. Eine Idee am Montag. Ein erster Test am Mittwoch. Eine Entscheidung am Freitag.

Natürlich läuft es nicht immer ganz so schnell. 😉 Aber genau diese Mentalität kann bei der Einführung von KI zum echten Wettbewerbsvorteil werden.

Warum Familienunternehmen bei KI Tempo machen können

  1. Entscheidungen werden schneller getroffen: Kurze Entscheidungswege ermöglichen es, neue Werkzeuge zunächst im kleinen Rahmen auszuprobieren, statt monatelang über theoretische Szenarien zu diskutieren.
  2. Der Nutzen steht vor dem Hype: Viele mittelständische Unternehmen interessieren sich nicht dafür, KI einzusetzen, weil man das jetzt eben macht. Entscheidend ist eine viel bodenständigere Frage: Was bringt uns das konkret? Kann KI beispielsweise Routineaufgaben reduzieren? Den Vertrieb unterstützen? Angebote schneller vorbereiten? Wissen im Unternehmen besser verfügbar machen? Meetings dokumentieren oder Prozesse effizienter gestalten?
  3. Familienunternehmen denken langfristig: Gerade inhabergeführte Unternehmen planen häufig nicht nur bis zum nächsten Quartal. Investitionen sollen das Unternehmen auch in fünf, zehn oder zwanzig Jahren noch voranbringen. KI wird damit nicht zum kurzfristigen Trendthema, sondern zu einem möglichen Baustein der langfristigen Unternehmensentwicklung.

Trotzdem gilt: KI ist kein Selbstläufer, bestehende Prozesse müssen hinterfragt werden, Mitarbeitende müssen verstehen warum neue Werkzeuge eingeführt werden und wie sie damit arbeiten können. Datenschutz, Verantwortlichkeiten und Qualität müssen geklärt sein. Nicht alles, was mit KI möglich ist, ist automatisch sinnvoll.

Deshalb starten wir bei KI-Projekten am liebsten nicht mit der Frage: „Welche KI sollen wir kaufen?“ sondern mit einer ganz anderen: „Welches Problem möchten wir eigentlich lösen?

Denn die spannendsten KI-Projekte beginnen selten mit einer Software oder einem Tool. Sie beginnen mit einer ganz konkreten Herausforderung aus dem Unternehmensalltag. Genau darin liegt aus unserer Sicht eine große Chance für den Mittelstand: Unternehmensgröße allein ist im KI-Zeitalter kein Wettbewerbsvorteil. Geschwindigkeit, Mut und Lernbereitschaft können deutlich wichtiger sein.

Oder ganz 2be-typisch gesagt: Nicht ewig über KI reden. Ausprobieren. Lernen. Besser machen. 🙂

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Wir haben kein Content-Problem. Wir haben ein Gleichklang-Problem.

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Noch nie war es so einfach, Content zu produzieren. Ein paar Stichpunkte, ein guter Prompt und wenige Sekunden später steht der erste LinkedIn-Beitrag. Der Newsletter folgt direkt danach, aus dem gleichen Inhalt entsteht noch ein Blogartikel und das passende Bild lässt sich natürlich ebenfalls mit KI generieren. Praktisch? Absolut.

Wir bei 2be nutzen KI selbst täglich und möchten auf viele dieser Möglichkeiten nicht mehr verzichten. Sie hilft uns beim Recherchieren, Strukturieren, Formulieren, Visualisieren und Weiterdenken. Doch je einfacher die Content-Produktion wird, desto deutlicher zeigt sich auch die andere Seite der Entwicklung: Wir produzieren immer mehr – und vieles davon sieht und klingt zunehmend gleich.

Wenn plötzlich jeder zum Content-Produzenten wird

Generative KI hat die Einstiegshürde für gute Kommunikation enorm gesenkt. Für einen ersten brauchbaren Text braucht es heute nicht mehr zwingend mehrere Stunden. Auch ein professionell wirkendes Bild erfordert weder Fotoshooting noch jahrelange Erfahrung mit Photoshop. Das eröffnet Unternehmen enorme Möglichkeiten und vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen können dadurch regelmäßig Inhalte veröffentlichen, Ideen schneller testen und vorhandenes Fachwissen mit deutlich weniger Aufwand sichtbar machen.

Das Problem beginnt allerdings dort, wo KI nicht mehr als Werkzeug, sondern als Ideengeber für alles eingesetzt wird.

„Schreib mir einen LinkedIn-Beitrag über Digitalisierung.“
„Erstelle ein modernes Bild zum Thema Innovation.“
„Nenne mir fünf Vorteile von KI im Mittelstand.“

Das Ergebnis ist häufig vollkommen in Ordnung. Und genau das ist das Problem. Denn tausende andere Menschen können dieselben Fragen stellen und bekommen ähnlich aufgebaute Antworten. Der KI-Gleichklang ist inzwischen nicht nur lesbar, sondern sichtbar: Wer regelmäßig durch LinkedIn, Instagram oder Unternehmensblogs scrollt, erkennt mittlerweile bestimmte Muster.

Bei Texten sind es die bekannten Einstiege, kurzen Absätze, Dreier-Aufzählungen, fünf Learnings, rhetorischen Fragen und großen Erkenntnisse am Ende.

Doch zunehmend zeigt sich derselbe Effekt auch bei Bildern und Grafiken. Bestimmte Illustrationsstile tauchen immer wieder auf. Menschen stehen vor leuchtenden Interfaces. Gehirne werden mit digitalen Netzwerken kombiniert. Glühbirnen symbolisieren Innovation. Raketen stehen für Wachstum. Dazu kommen ähnliche Icons, Farbverläufe, Lichtstimmungen und Gestaltungselemente.

Natürlich ist daran zunächst nichts falsch. Aber wenn zehn Unternehmen dieselben visuellen Codes verwenden, schaut alles irgendwann gleich aus, nichts sticht mehr hervor, die Fakten stehen alle drauf ja,  aber der Witz und die Individualität geht verloren.

Was bei Texten als sprachlicher Gleichklang beginnt, kann sich also schnell auf den gesamten Markenauftritt übertragen und spätestens dann wird aus einem praktischen KI-Werkzeug ein Markenproblem.

Perfekt gestaltet und trotzdem vergessen

Generative KI ist hervorragend darin, aus bestehenden Mustern neue Inhalte zu erzeugen. Genau deshalb entstehen schnell Ergebnisse, die professionell aussehen und sich professionell lesen.

Doch professionell bedeutet nicht automatisch unverwechselbar, ein perfekt formulierter Beitrag kann trotzdem nach wenigen Sekunden vergessen sein. Ein technisch beeindruckendes KI-Bild kann trotzdem aussehen wie hundert andere Bilder im Feed und eine sauber gestaltete Kampagne kann trotzdem keinerlei Verbindung zur eigenen Marke herstellen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur: „Können wir diesen Content mit KI erstellen?“ sondern: „Warum sollte dieser Content eindeutig von uns kommen?“

Eine Marke braucht mehr als einen guten Prompt

Für Markenkommunikation wird diese Aussage immer wichtiger, denn eine Marke entsteht nicht dadurch, dass jedes einzelne Element perfekt aussieht. Sie entsteht durch Wiedererkennbarkeit, Persönlichkeit und Konsequenz.

  • Wie sprechen wir?
  • Welche Themen beschäftigen uns?
  • Welche Meinung vertreten wir?
  • Welche Geschichten können nur wir erzählen?
  • Wie sehen unsere Bilder aus?
  • Welche Farben, Formen, Perspektiven und Gestaltungselemente gehören zu uns?
  • Und ganz entscheidend: Was machen wir bewusst anders?

Genau hier stößt der einfache Standard-Prompt an seine Grenzen. Wer KI lediglich auffordert, etwas „modern“, „professionell“, „innovativ“ oder „hochwertig“ zu gestalten, bekommt häufig genau das, was diese Begriffe im Durchschnitt bedeuten. Für eine starke Marke reicht Durchschnitt aber nicht.

Die spannendsten Inhalte liegen meistens schon im Unternehmen und sie müssen für guten Content meist gar nicht ständig neue Themen erfinden, die interessanteren Geschichten liegen häufig direkt vor ihnen. Ein Kundengespräch, das völlig anders verlief als erwartet. Ein Projekt, bei dem der ursprüngliche Plan nicht funktioniertierte. Eine Diskussion im Team. Eine Entscheidung, die zunächst niemand treffen wollte. Eine Entwicklung in der eigenen Branche, bei der man anderer Meinung ist. Oder eine Lösung, die technisch vielleicht unspektakulär aussieht, beim Kunden aber ein echtes Problem beseitigt.

Das sind Inhalte, die eine KI nicht einfach selbst erfinden sollte denn sie entstehen aus Erfahrung und genau diese Erfahrung macht Unternehmen unterscheidbar.

KI sollte Persönlichkeit verstärken – nicht ersetzen, für uns liegt darin eine der spannendsten Aufgaben beim Einsatz von KI in Marketing und Kommunikation.

Ein Geschäftsführer kann seine Gedanken zu einer Branchenentwicklung einsprechen und KI hilft dabei, daraus einen strukturierten Beitrag zu entwickeln. Ein Vertriebsmitarbeiter bringt Erfahrungen aus Kundengesprächen ein und KI unterstützt bei der Formulierung. Ein Marketingteam kann mit KI unterschiedliche Varianten einer Idee entwickeln, ohne jedes Mal bei null anzufangen.

Und auch bei Bildern kann KI hervorragende Dienste leisten – wenn sie mit einer klaren Bildsprache, einem definierten Corporate Design und einer eigenen kreativen Idee kombiniert wird.

Dann lautet der Prompt eben nicht: „Erstelle ein innovatives Bild zum Thema Digitalisierung.“ sondern die Idee, Perspektive und Gestaltung kommen zuerst von uns und dann hilft KI uns bei der Umsetzung. Das ist ein entscheidender Unterschied.

Von „Was sollen wir posten?“ zu „Was haben wir zu sagen?“

Vielleicht müssen wir deshalb auch unsere Redaktionsplanung verändern. Statt jede Woche zu überlegen: „Was könnten wir posten?“ könnten Unternehmen häufiger fragen: „Was haben wir erlebt, gelernt oder beobachtet, das für andere interessant sein könnte?“ oder: „Wozu haben wir eine Meinung?“

Plötzlich verändert sich die Rolle von KI: Sie muss nicht mehr das Thema, die Aussage, den Text und das Bild erfinden, sondern sie wird zum Sparringspartner. Sie hilft dabei, vorhandenes Wissen besser zu nutzen, Ideen weiterzuentwickeln und Inhalte effizienter umzusetzen.

Der Mensch liefert Erfahrung, Haltung und Persönlichkeit. Die KI hilft, daraus Kommunikation zu machen.

Weniger KI-Einheitsbrei, mehr Marke

Je besser KI-Systeme werden, desto schwieriger wird es vermutlich, allein durch technisch perfekten Content aufzufallen. Perfekte Texte werden normal. Gute Bilder werden normal. Professionelle Videos werden einfacher.

Und genau deshalb werden andere Dinge wertvoller: Ideen. Haltung. Erfahrung. Humor. Persönlichkeit. Ecken und Kanten. Kurz gesagt: alles, was eine Marke unverwechselbar macht.

Für Unternehmen bedeutet das nicht, auf KI zu verzichten. Ganz im Gegenteil, wer die neuen Werkzeuge sinnvoll einsetzt, kann schneller und effizienter kommunizieren als je zuvor, nur sollte am Ende nicht die KI bestimmen, wie eine Marke klingt und aussieht.

Wir haben kein Content-Problem. Wir haben zunehmend ein Gleichklang-Problem und die Lösung kann deshalb nicht sein, einfach noch mehr Content zu produzieren. Die bessere Frage lautet: Was können wir erzählen, zeigen oder sagen, das nicht genauso gut von jedem anderen Unternehmen kommen könnte?

Wir sollten die KI deshalb künftig weniger fragen: „Was soll ich posten?“ und ihr häufiger sagen: „Das ist unsere Idee. Das ist unsere Erfahrung. Das ist unsere Haltung. Hilf uns, daraus etwas Gutes zu machen.“

Denn KI kann Content produzieren. Eine unverwechselbare Marke müssen wir immer noch selbst daraus machen.

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Customer Experience, KI und neue Impulse: 2be bei infinit.cx in München

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Ein Tag voller neuer Impulse, spannender Gespräche und frischer Ideen: Gemeinsam mit mehreren Partnern war Matthias beim 2. Beratertag der Detecon von infinit.cx in München dabei. Im Mittelpunkt stand die Frage, die aktuell viele Unternehmen beschäftigt: Wie lässt sich Kundenkommunikation künftig intelligenter, effizienter und gleichzeitig persönlicher gestalten?

Die Erwartungen von Kundinnen und Kunden verändern sich rasant. Kommunikation soll schnell, individuell, kanalübergreifend und möglichst unkompliziert funktionieren. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Prozesse effizienter zu gestalten, Mitarbeitende zu entlasten und neue Technologien sinnvoll in bestehende Strukturen zu integrieren.

Genau an dieser Schnittstelle treffen Customer Experience, moderne Kommunikationsplattformen und Künstliche Intelligenz aufeinander. Beim Beratertag wurde deutlich: Es geht längst nicht mehr darum, einzelne Tools isoliert einzusetzen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Technologie, Prozessen, Daten, Strategie und den Menschen, die damit arbeiten.

Moderne Kommunikationsplattformen und Agentic AI im Fokus

Mit umfassender Produktexpertise und jahrelanger Hands-on-Erfahrung unterstützt infinit.cx Unternehmen dabei, das Potenzial moderner Kommunikationslösungen auszuschöpfen. Im Fokus stehen dabei unter anderem Plattformen wie Genesys und Sprinklr sowie Agentic-AI-Lösungen von Parloa und Cognigy.

Die spannenden Fragen dahinter: Wo kann KI Kundenkommunikation tatsächlich verbessern? Welche Prozesse lassen sich intelligent automatisieren? Wie können Unternehmen schneller reagieren, ohne an persönlicher Nähe zu verlieren? Und wie müssen bestehende Abläufe gestaltet sein, damit neue Technologien überhaupt ihre Wirkung entfalten können?

Gerade bei Agentic AI zeigt sich, wie stark sich Kundenservice und Kommunikation in den kommenden Jahren verändern könnten. KI-Systeme entwickeln sich zunehmend von reinen Assistenzlösungen hin zu Systemen, die Aufgaben selbstständig bearbeiten, Entscheidungen vorbereiten und komplexe Prozesse begleiten können.

Workshops, Austausch und neue Lösungsansätze

Gemeinsam mit zahlreichen Moderatoren, Experten und Partnern entstanden in München intensive Diskussionen, neue Perspektiven und konkrete Lösungsansätze. Dabei ging es nicht nur um den aktuellen Stand der Technik, sondern vor allem um die Frage, welche Themen für Unternehmen in den kommenden Monaten und Jahren wirklich relevant werden. Einige der entstandenen Ansätze haben das Potenzial, weit über einzelne Projekte hinauszuwirken. Mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden – aber so viel ist sicher: Hier sind spannende Ideen in Bewegung gekommen.

Eine zentrale Erkenntnis, die auch sehr gut zu unserer Arbeit bei 2be passt: Neue Technologien entfalten ihren Wert nicht automatisch. Eine KI-Lösung macht noch keinen intelligenten Prozess. Eine neue Plattform verbessert nicht automatisch die Kundenkommunikation. Und ein modernes Tool löst keine strukturellen Probleme, wenn Prozesse, Verantwortlichkeiten und Ziele nicht klar definiert sind.

Der 2. Beratertag in München hat gezeigt, wie wertvoll offener Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen, Partnern und Perspektiven ist. Wenn technologische Expertise, strategisches Denken und praktische Erfahrung zusammenkommen, entstehen Lösungen, die Unternehmen tatsächlich weiterbringen können. Ein herzliches Dankeschön an Thomas Denk, Markus Lill, Kai Nörtemann, Evelyn van Haastert-Heine und das gesamte Team von infinit.cx sowie an alle Beteiligten für die hervorragende Organisation, die spannenden Workshops und den offenen Austausch.

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Canva oder InDesign? Der Nachbericht

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Braucht es heute überhaupt noch Adobe InDesign oder reicht Canva für professionelle Designprojekte aus? Genau dieser Frage widmete sich unser Workshop „Adobe trifft Canva – Welche Lizenz brauche ich noch?“. Die Antwort fiel – wenig überraschend – differenzierter aus als viele erwartet hatten.

Was als klassischer Fachvortrag geplant war, entwickelte sich schnell zu einem offenen Erfahrungsaustausch zwischen professionellen Designern, Marketingverantwortlichen, Canva-Anwendern und Experten für Barrierefreiheit. Genau dieser Mix machte den Nachmittag besonders spannend: Unterschiedliche Perspektiven trafen aufeinander, Erfahrungen wurden geteilt und viele bestehende Annahmen hinterfragt.

Affinity sorgt für die größte Überraschung

Eines der Highlights des Workshops war die Integration von Affinity in Canva. Vielen Teilnehmern war nicht bewusst, dass Canva die komplette Affinity-Suite übernommen hat und diese inzwischen ohne zusätzliche Kosten innerhalb eines Canva-Abonnements genutzt werden kann.

Damit steht Anwendern plötzlich ein professionelles Werkzeug für Vektorgrafiken, Bildbearbeitung und Layout zur Verfügung, das die bisherigen Grenzen von Canva deutlich erweitert. Für viele Teilnehmer war dies die überraschendste Erkenntnis des gesamten Workshops.

Canva überzeugt bei Zusammenarbeit und Geschwindigkeit

Besonders intensiv wurde über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert.

Anhand realer Kundenprojekte wurde gezeigt, wie mehrere Personen gleichzeitig an einem Dokument arbeiten können – Designer, Texter, Fotografen, Marketingverantwortliche und sogar Kunden. Gerade bei Gemeindebriefen, Geschäftsberichten oder Newslettern entstehen dadurch enorme Zeitvorteile.

Die Praxisbeispiele zeigten deutlich:

  • mehrere Beteiligte arbeiten gleichzeitig am selben Dokument
  • deutlich kürzere Abstimmungsprozesse
  • weniger Korrekturschleifen
  • höhere Identifikation aller Projektbeteiligten
  • termingerechte Druckabgaben

Gleichzeitig wurde klar: Kollaboration funktioniert nur mit klar definierten Rollen und einer abschließenden Qualitätskontrolle.

Ihr wollt noch tiefer einsteigen? Dann merkt euch schon jetzt den 8. September 2026 vor.

„Adobe trifft Canva – Teil 2“ zeigen wir, wie beide Programme im Unternehmensalltag optimal zusammenspielen – von professionellen Workflows über KI-Unterstützung bis hin zu Corporate Design und effizienter Teamarbeit. Hier gehts zur Anmeldung: Adobe trifft Canva – Teil 2

Typografie bleibt die Paradedisziplin von Adobe InDesign

Während Canva bei Geschwindigkeit punktet, bleibt Adobe InDesign weiterhin der Maßstab für anspruchsvolle Typografie. Professionelle Satzarbeiten mit exakten Abständen, sauberem Blocksatz, automatischer Silbentrennung oder komplexen typografischen Regeln lassen sich nach wie vor nur mit InDesign zuverlässig umsetzen.

Die Teilnehmer waren sich deshalb schnell einig: Wer regelmäßig Magazine, Bücher oder hochwertige Druckprodukte gestaltet, wird auf InDesign weiterhin nicht verzichten können. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war der Vergleich klassischer Layoutfunktionen.

Diskutiert wurden unter anderem:

  • Musterseiten
  • automatische Seitenzahlen
  • Textverkettungen
  • Doppelseiten
  • Inhaltsverzeichnisse
  • automatisierte Layout-Prozesse

Zwar existieren mittlerweile zahlreiche Workarounds innerhalb von Canva, beispielsweise über Vorlagen, Brand Kits oder KI-gestützte PDF-Importe, dennoch erreicht Canva hier noch nicht den Funktionsumfang von Adobe InDesign.

Druckqualität überzeugt auch in Canva

Ein häufig diskutiertes Vorurteil konnte ebenfalls entkräftet werden:  Canva erzeugt inzwischen druckfähige PDFs inklusive Schnittzugaben und CMYK-Ausgabe. Zwar stehen nicht sämtliche Farbprofile zur Verfügung, die Praxiserfahrungen der vergangenen Jahre zeigen jedoch, dass sich mit Canva sehr gute Druckergebnisse erzielen lassen – insbesondere im Digitaldruck.

Die Empfehlung der Runde lautete dennoch eindeutig: Vor anspruchsvollen Druckproduktionen sollte die Farbverwaltung immer gemeinsam mit der jeweiligen Druckerei abgestimmt werden.

Ein Thema entwickelte sich während der Diskussion fast von selbst zum Schwerpunkt einer möglichen Folgeveranstaltung: Barrierefreiheit. Mehrere Experten aus diesem Bereich diskutierten die Möglichkeiten und Grenzen beider Programme.

Während Canva bereits erste Funktionen wie Alternativtexte oder dekorative Kennzeichnungen bietet, besteht sowohl bei Canva als auch bei Adobe noch erheblicher Optimierungsbedarf, wenn vollständig barrierefreie PDF- oder HTML-Dokumente erstellt werden sollen. Gerade hier wünschen sich viele Teilnehmer eine vertiefende Veranstaltung mit konkreten Praxisbeispielen.

Canva oder Adobe? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an.

Der wohl wichtigste Erkenntnisgewinn des Nachmittags war, dass es keinen eindeutigen Gewinner gibt.

Canva überzeugt überall dort, wo Geschwindigkeit, Zusammenarbeit, einfache Bedienung und wirtschaftliche Prozesse gefragt sind. Adobe InDesign bleibt hingegen die erste Wahl, wenn höchste Ansprüche an Typografie, komplexe Layouts oder automatisierte Druckproduktionen gestellt werden. Beide Werkzeuge ergänzen sich heute deutlich stärker, als viele zunächst vermuten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die spannenden Diskussionen, die zahlreichen Praxisbeispiele und den offenen Erfahrungsaustausch.

Die große Resonanz zeigt uns, dass dieses Thema viele Unternehmen aktuell beschäftigt. Deshalb wird die Reihe fortgesetzt. Besonders häufig gewünscht wurden vertiefende Workshops zu den Themen Barrierefreiheit, Affinity sowie KI-gestützte Design-Workflows.

Wir freuen uns bereits auf die nächste Veranstaltung und den weiteren Austausch mit euch.

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Zwischen Hype, Headlines und Realität – KI im Vertrieb

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Ob neue Features bei OpenAI, Diskussionen rund um Google oder die neuesten Updates bei Microsoft – gefühlt kommt jede Woche ein neues Tool, das „alles verändert“. Und trotzdem hören wir in Gesprächen immer wieder denselben Satz:

 „Klingt spannend – aber wie setzen wir das jetzt konkret bei uns ein?“

Genau da liegt gerade die größte Lücke.

Zwischen Tool-Flut und echter Umsetzung

Auf der einen Seite: richtig starke KI-Lösungen mit riesigem Potenzial. Auf der anderen Seite: Unternehmen, die ausprobieren, testen, verwerfen – und irgendwie nicht ins Machen kommen. Gerade im Vertrieb sieht man das besonders deutlich:

  • KI-Anbieter verkaufen ihre Tools
  • Unternehmen bleiben bei klassischen Vertriebswegen

Ergebnis? Beide Seiten laufen aneinander vorbei. Das eine ist zu technisch gedacht, das andere zu „wie früher“ und genau da wird’s spannend. Wir bei 2be sagen: Nicht entweder – sondern beides, warum entscheiden, wenn beides zusammen besser funktioniert? Deshalb bauen wir gezielt Vertriebspartnerschaften für KI-Unternehmen auf. Nicht als reiner Tool-Verkauf – sondern als Brücke zur echten Anwendung.

Konkret heißt das:

  • Wir gehen aktiv in die Ansprache (telefonisch & digital)
  • Wir nutzen KI dort, wo sie sinnvoll unterstützt
  • Wir bringen Unternehmen in echte Gespräche – online & vor Ort

Und genau dort passiert der Unterschied: Nicht im Tool, sondern im Austausch.

Warum das gerade jetzt so relevant ist

Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen zeigt: KI wird nicht mehr als „nice to have“ betrachtet, sondern als Teil des Arbeitsalltags. Automatisierung nimmt weiter Fahrt auf, Vertriebszyklen werden kürzer und Kunden erwarten individuellere Ansprache.

Oder anders gesagt:

Wer heute noch komplett ohne KI arbeitet, wird morgen langsamer sein.
Wer nur KI nutzt, aber keinen echten Vertrieb hat, bleibt unsichtbar.

Wenn Sie sich aktuell mit KI im Vertrieb beschäftigen, nehmen Sie gerne diese Punkte mit:

  1. Tool ≠ Lösung
    Ein gutes KI-Tool bringt Ihnen wenig, wenn es nicht zu Ihren Prozessen passt.
  2. Vertrieb bleibt Menschensache
    KI kann vorbereiten, strukturieren, analysieren – Vertrauen entsteht im Gespräch.
  3. Integration schlägt Experimentieren
    Lieber eine Lösung sauber integrieren, als mehrere halbherzig testen.
  4. Geschwindigkeit ist ein Vorteil – aber nur mit Richtung
    KI macht schneller. Aber nur sinnvoll, wenn klar ist, wohin.
  5. Partnerschaften werden wichtiger
    Die Kombination aus Know-how, Technologie und Vertrieb wird zum echten Wettbewerbsvorteil.

KI im Vertrieb ist kein Zukunftsthema mehr – es ist ein Umsetzungsthema. Und genau hier setzen wir an: Wir bringen KI dahin, wo sie wirkt – in echte Gespräche, klare Prozesse und messbare Ergebnisse. Wenn Sie das Gefühl haben, dass bei Ihnen gerade genau diese Lücke besteht, lohnt sich ein Austausch.

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Visiting London – wenn Gegensätze zusammenpassen

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Ich war ein paar Tage in London unterwegs. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe ging es auf Einladung meines Englischlehrers für zweieinhalb Tage in die britische Metropole. Eine Reise, die nicht nur sprachlich spannend war – sondern vor allem einen Gedanken angestoßen hat, der hängen geblieben ist.

Was London so besonders macht, ist nicht nur die Größe oder die Internationalität. Es ist dieses ganz natürliche Zusammenspiel von Gegensätzen: Historische Gebäude, die seit Jahrhunderten das Stadtbild prägen, stehen direkt neben moderner Architektur aus Glas und Stahl. Je näher man ins Zentrum kommt, desto deutlicher wird dieses Bild.

Und das Spannende daran: Es wirkt nicht wie ein Widerspruch. Es wirkt wie ein bewusstes Miteinander. Die alten Gebäude verlieren nicht an Bedeutung, nur weil Neues dazukommt. Und die modernen Bauten wirken nicht fehl am Platz, nur weil Geschichte sichtbar bleibt. Im Gegenteil – sie verstärken sich gegenseitig. Das Alte gibt Stabilität und Charakter, das Neue bringt Dynamik und Weiterentwicklung.

Genau dieser Gedanke lässt sich erstaunlich gut auf die heutige Arbeitswelt übertragen. Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, neue Technologien, KI-Anwendungen und moderne Arbeitsweisen zu integrieren. Gleichzeitig gibt es gewachsene Strukturen und Prozesse, die sich über Jahre bewährt haben und nicht einfach ersetzt werden können – und oft auch nicht ersetzt werden sollten.

Genau hier entsteht häufig ein Spannungsfeld

London zeigt, dass dieses Spannungsfeld kein Problem sein muss – sondern eine Chance. Es geht nicht darum, Alt gegen Neu auszutauschen. Es geht darum, beides miteinander zu verbinden. Bestehende Prozesse können weiterhin die Basis bilden – stabil, verlässlich und erprobt. Neue Technologien und Methoden setzen genau dort an, wo sie Mehrwert schaffen: Sie ergänzen, vereinfachen und entwickeln weiter, ohne das Fundament infrage zu stellen.

Ein Beispiel, das mir besonders im Kopf geblieben ist, war das Barbican Centre. Ein Gebäude aus den 1980er-Jahren, brutalistisch, markant – und gleichzeitig ein Ort, der heute für Austausch, Kreativität und neue Ideen steht. Die Struktur ist geblieben, die Nutzung hat sich weiterentwickelt.

Und genau darin liegt die eigentliche Stärke:

Nicht alles neu machen. Sondern das Richtige weiterdenken.

Übertragen auf Unternehmen bedeutet das: Die Verbindung aus Erfahrung und Innovation schafft oft die besten Ergebnisse. Wer Bestehendes versteht und wertschätzt, kann Neues gezielter einsetzen – und genau daraus entsteht echte Weiterentwicklung. London macht das sichtbar.

Der Charme der Stadt entsteht nicht trotz der Gegensätze, sondern genau durch ihr Zusammenspiel. Und vielleicht ist genau das auch der Ansatz, der Unternehmen heute weiterbringt.

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Einsatz von KI: Eigene Ziele und Prozesse definieren!

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Diese Frage hören wir aktuell ständig: „Welches KI-Tool ist denn nun das beste?
Unsere ehrliche Antwort: Das eine, perfekte Tool gibt es nicht.

Bevor man sich durch Tool-Listen klickt oder Lizenzen kauft, braucht es etwas viel Wichtigeres – Vorarbeit. Wirklich gute Ergebnisse mit KI entstehen nur dann, wenn sich alle Beteiligten zunächst zusammensetzen und klären: Was wollen wir eigentlich erreichen? Welche Prozesse gibt es schon? Und wo drückt der Schuh wirklich?

Warum viele KI-Projekte früh scheitern

Dass KI-Projekte oft schon in der Startphase ins Stocken geraten, liegt selten am Tool selbst. Meist fehlt ein klarer Plan, denn KI ist keine fertige Lösung von der Stange – sie wird erst durch die richtige Kombination mehrerer Tools zum echten Mehrwert.

Die entscheidenden Fragen lauten daher:

  • Welche Prozesse laufen aktuell schleppend oder ineffizient – und warum?
  • Welche wiederkehrenden, zeitfressenden Aufgaben könnte KI übernehmen?
  • Wo können Mitarbeitende wieder kreativ mitgestalten, statt nur zu dokumentieren oder zu protokollieren?

Vom Konzept zur gelebten Praxis

Ob am Ende ChatGPT, QuillBot, Mistral, CapCut oder ganz andere Tools zum Einsatz kommen, ist zweitrangig. Entscheidend ist: Ein definierter Prozess muss auch im Alltag gelebt werden. Genau hier scheitern viele Unternehmen und Institutionen – oft an eingefahrenen Routinen und internen Widerständen.

Genau an diesem Punkt setzen wir an:
In unseren Workshops zum Thema „Einsatz von KI“ unterstützen wir dabei, klare Ziele zu formulieren, sinnvolle Prozesse zu definieren und KI nachhaltig in den Arbeitsalltag zu integrieren. Lassen Sie uns das Thema KI gemeinsam angehen.

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Realistisch, flexibel, motivierend: KI als Trainingspartner

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Am 13. November fand die Session „KI als Trainingspartner – schwierige Gespräche spielerisch meistern“ statt – mit großem Interesse und vielen spannenden Einblicken in die Zukunft des digitalen Kommunikationstrainings. Zahlreiche Teilnehmende folgten der Einladung von Jan-Thomas Hulha und Matthias Brinkmann, um praxisnah zu erleben, wie Künstliche Intelligenz Trainingsgespräche realistisch, flexibel und spielerisch unterstützen kann.

Ein Blick in die Zukunft des Kommunikationstrainings

Im Fokus der Veranstaltung stand die Frage, wie Unternehmen Mitarbeitende künftig noch effektiver auf herausfordernde Gesprächssituationen vorbereiten können – sei es im Mitarbeiterdialog, in der Kundenkommunikation oder im Vertrieb. Die vorgestellten KI-basierten Gesprächssimulationen zeigten eindrucksvoll, wie sich reale Szenarien nahezu detailgetreu nachbilden lassen.

Besonders großen Anklang fanden:

  • Authentische Personas und dynamische Rollenmodelle, die individuelle Gesprächssituationen nachstellen
  • Unternehmensspezifische Anpassungen, etwa die Integration von Zielen, Produkten oder typischen Pain Points
  • Gamification-Elemente, die Lernmotivation und Trainingsfrequenz spürbar steigern
  • Automatisiertes Feedback und messbare Lernfortschritte, die Trainings deutlich effizienter machen

Die Kombination aus KI-basierten Simulationen und praxisorientierten Methoden verdeutlichte: Kommunikationstraining wird in Zukunft nicht nur flexibler, sondern auch nachhaltiger, individueller und motivierender.

Für alle, die noch tiefer einsteigen möchten

Im Anschluss an die Session bedankten sich Jan-Thomas und Matthias herzlich für die aktive Teilnahme und das große Interesse. Teilnehmende erhielten eine ausführliche PDF-Zusammenfassung mit allen wichtigen Inhalten.

Wer jetzt „Feuer gefangen“ hat und mehr über realistische Personas, die Integration eigener Unternehmensdaten oder weitere Trainingsmöglichkeiten erfahren möchte, kann direkt Kontakt aufnehmen. Auch diejenigen, die nicht teilnehmen konnten, werden selbstverständlich gerne auf den aktuellen Stand gebracht.

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KI im Vertrieb: Hybrid-Ansatz als Erfolgsmodell!

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Die KI, wie sie vollständig den hauseigenen Vertrieb organisiert, administriert und steuert: Klingt verführerisch, oder?

Mag verführerisch klingen, wird aber in absehbarer Zeit ein Wunschtraum bleiben. Denn Studien von Deloitte, Gartner und McKinsey zeigen erstaunlich einhellig: Bei über 95 Prozent der Unternehmen ließ sich kein messbarer Erfolg feststellen, wenn KI große Teile der Vertriebsaufgaben komplett übernommen hatte.

Warum reine KI-Lösungen scheitern

Die Gründe liegen eigentlich auf der Hand: KI kann viel – aber Flexibilität und Kreativität, Beziehungspflege und echte Vertrauensbildung gehören nun mal nicht zu ihren Stärken. Genau solche Faktoren sind jedoch entscheidend, wenn Vertriebsarbeit erfolgreich sein soll.

Heißt das also: Finger weg von KI? Ganz und gar nicht! Selbst Top-Verkäufer verbringen nur rund ein Drittel ihrer Zeit mit tatsächlichen Verkaufsaktivitäten. Der Rest? Administration, Vorbereitung, Nachbereitung, Datenpflege. Und genau hier spielt KI ihre Stärken voll aus.

Wo KI wirklich glänzt

Wenn KI gezielt und in einem zuvor genau definierten Rahmen als Unterstützung eingesetzt wird, steigt die Produktivität spürbar – vor allem im Verhältnis zu den Kosten. Auch die Qualitätsunterschiede zwischen einzelnen Vertriebsteams oder deren Mitarbeiter können bei Schwächen im administrativen Bereich z. T. deutlich reduziert werden. Und nicht zu vergessen: KI-Bots kennen keine Pausen und keinen Feierabend.

Vom Messebesuch zurück an den Schreibtisch: 
Was die KI vertrieblich so alles auszurichten vermag

Wie sieht es etwa aus, wenn wir als Vertriebler zum Zweck der Kundeakquirierung auf Messebesuch gehen. Wahrscheinlich nicht anders als bei den meisten anderen Verkäufern auch…

Glücklicherweise ist nämlich noch niemand auf die Idee gekommen, seinen Avatar dorthin zu schicken – was, auch wenn virtuell möglich, nicht im Geringsten wünschenswert wäre. Schließlich will man sich dort persönlich kennenlernen und auf dieses persönliche Kennenlernen Vertrauen miteinander aufbauen.

Frage: Kann man als Messebesucher bereits KI-Tools erfolgreich einsetzen – und wenn ja, welche?
Antwort: Kommt darauf an. Komme ich mit einem Ansprechpartner auf der Messe intensiver ins Gespräch, und geht es dabei z. B. schon um die Gestaltung konkreter Angebote, so ist es keinesfalls unhöflich, sein Smartphone zu zücken und zu bitten, das Gespräch fortan aufzeichnen zu können. Dies ist, zugegebenermaßen, selten der Fall. Bei der (schriftlichen) Wiedergabe solcher Interviews leistet KI nämlich mittlerweile eine erstaunliche Treffsicherheit. Wir zum Beispielen nutzen eine kombinierte Hard-/Software namens Plaud.

Eigentlich beginnt der KI-Einsatz erst so richtig an der eigenen Homebase. Bei einem Stapel von fünfzehn Visitenkarten oder mehr lohnt es sich nämlich kaum, noch die Angaben auf den eingesammelten Visitenkarten händisch einzutragen. Stattdessen fotografiert man sie einfach nacheinander mit dem Handy ab. Von da an lässt man die Arbeit einen KI-Assistenten wie z. B. Mistral übernehmen. Dieser liest die auf den Visitenkarten angegebenen Kontakte aus und überführt sie dann beispielsweise direkt in eine Excel-Datei. In einem zweiten Schritt kann diese – sofern die entsprechenden Schnittstellen dafür eingerichtet sind, die entsprechenden Kontakt gleich ins CRM-System übernehmen.

Dort eingerichtet ist es wiederum praktisch, wenn sie ohne Umweg als „To-dos“ in den eigenen Aufgaben- bzw. Tages- oder Wochenplaner überführt werden. Wir als (Teilzeit-)Vertriebler wissen aus Erfahrung, dass solche manuellen Zwischenschritte mehr als lästig sind und der menschlichen Trägheit insofern entgegenkommen, als dass man sie gerne mal verschiebt und so den ganzen Prozess zum Stillstand bringt.

Was jetzt noch fehlt, ist die unmittelbare Kontaktaufnahme via Telefon oder E-Mail. Diese sollte man unbedingt selbst in die Hand nehmen. Zwar kann man sich sein Anschreiben als Entwurf von der KI vorformulieren lassen, sollte diesen aber unbedingt, mit persönlichen Hinweisen auf das Treffen und eigenen Formulierungen anreichern. Schließlich möchten Sie auch keine Brieffreundschaften mit einem KI-Partner pflegen. Wichtig: In jedem Fall sollte man seine geschriebenen Mails noch mal im Hinblick auf Grammatik, Zeichensetzung und Rechtschreibung von der KI oder einschlägigen Programm überprüfen lassen.

Wichtig im Umgang mit der KI sind vor allem drei Aspekte:

  1. Umfassende Vorbereitung: Prozesse, die dauerhaft durch KI unterstützt werden sollen, müssen gut, eher „sehr gut“ vorbereitet werden. Die zu benutzende KI sollte dabei schon vor ihrem Einsatz auf ihre Qualität und Effizienz geprüft und ausgewertet worden sein. Im Übrigen: KI ist kein Selbstzweck, sondern ein Hilfsmittel. Wenn Ihnen die Unterstützung zu spärlich oder zu „wackelig“ vorkommt: Seien Sie unbarmherzig und sperren Sie Ihre neuen Helferlein lieber aus!
  2. Umfassende Eingewöhnung: Neu gestaltete Prozesse „sitzen“ erst dann so richtig, wenn sie zu fixen Gewohnheiten geworden sind. Das gilt auch für den KI-Einsatz. Diese bringen erst dann die erhoffte Arbeitsreduzierung, wenn sie professionell gehandelt werden können. Vorteil dabei: KI-Tools werden, sofern sie weiterentwickelt werden, mit zunehmendem Alter besser. Diesen Entwicklungsvorteil sollten Sie unbedingt für sich nutzen können.
  3. Umfassende Kontrolle: ALLES, was über die KI gesteuert, prozessiert und produziert wird, MUSS kontrolliert werden. Passen Sie vor allem bei sogenannten „Recherche“-Aufgaben auf. KI wirft sehr freizügig mit Fakten um sich, auch mit solchen, die sich später als reine Erfindung herausstellen.

Unterschätzen Sie also nicht den Zeitaufwand, der mit dem Einsatz von KI verbunden ist. Sollten Sie frühzeitig erkennen, dass der Zeiteinsatz in keinem guten Verhältnis zum Nutzen stehen, brechen Sie den Prozess ab. KI ist kein Muss. Wenn der Hilfeeinsatz nicht lohnt, darf ihr sofort gekündigt werden. Man sollte allerdings nicht zu viel Zeit vergehen lassen, um einen weiteren Test zu starten. Möglicherweise konnten durch Weiterentwicklung der Programme entscheidende Verbesserungen erzielt werden; möglicherweise sind die erkannten Schwächen bis dahin behoben.

Vorteil bei einem geplanten KI-Einsatz von Vertriebsteams: In aller Regel findet sich dort jemand, mit hoher KI-Affinität und reichlich Spaß an der Sache selbst. Ein solches Teammitglied eignet sich hervorragend als Vorreiter und „Testlabor“, der seine Kollegen fortwährend mit Information füttern und bei der Prüfung, der Einführung und schließlich der Nutzung wertvolle Dienste leisten kann.

Ist KI erstmal als vollwertiger Assistenz ins eigene Team eingegliedert, können auf dieser Grundlage weitere automatisierbaren Aufgaben automatisiert werden.

Dem Vertriebler bleibt am Ende, was er als Vertriebler am liebsten tun sollte: den persönlichen Kontakt zum Interessierten und potenziellen oder bestehenden Kunden zu suchen und diesen mit seiner Persönlichkeit und seinem Wissen auszufüllen. Eine Aufgabe, welche die KI, ganz sicher, auch in kommenden Jahrhunderten nicht zu lösen vermag.

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WhiteColibri: Intelligentes Rundum-Datenschutz-Tool für Websites

2 Min.

Datenschutz muss nicht kompliziert sein

Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung machen unseren Alltag leichter – auch beim Thema Datenschutz. Anstatt endlos Paragrafen zu wälzen oder manuell Cookie-Banner zu pflegen, übernimmt WhiteColibri die Arbeit für dich.

Automatische Datenschutzerklärung – immer aktuell

Das KI-gestützte Tool WhiteColibri von MKM LEGAL scannt deine Website regelmäßig auf eingesetzte Dienste wie Google Analytics, Hotjar oder YouTube. Anschließend wird deine Datenschutzerklärung automatisch aktualisiert – inklusive Impressum und Cookie-Banner.

Das Ergebnis: 100 % Rechtssicherheit ohne Aufwand.

Live im Einsatz: WhiteColibri vorgestellt

Gemeinsam mit MKM LEGAL präsentierten wir das Tool bei unserer Veranstaltung „Intelligenter Datenschutz für Websites – ein Tool für alles„. Die Teilnehmer konnten WhiteColibri direkt testen und erleben, wie einfach und zuverlässig es funktioniert. Ob für kleine Business-Websites oder internationale Unternehmensauftritte – WhiteColibri ist skalierbar und sogar mehrsprachig verfügbar.

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